Gibt es so etwas wie eine Leitlinie seiner Ethik?

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00:00:01: Was war Jesu ethische Leitlinie?

00:00:07: Wenn man sich fragt, was Jesus besonders wichtig war, dann kommt man schnell zu drei großen Punkten.

00:00:13: Nächstenliebe, Fremdenliebe und Feindesliebe.

00:00:17: Für viele klingt die nächsten Liebe noch logisch und einfach Wir sollen anderen Gutes tun wie wir mögen oder die zu uns gehören Aber die Fremdeliebe ist schon schwieriger.

00:00:28: Hier geht es darum Menschen zu helfen, die anders sind Die wir vielleicht nicht kennen.

00:00:34: Und die Feindesliebe?

00:00:36: Das klingt für viele wie eine Zumutung.

00:00:38: Warum sollte ich jemandem Gutes tun, der mir schadet?

00:00:43: Um das zu verstehen muss man schauen was Liebe damals bedeutete.

00:00:48: Heute denken wir bei Liebe vor allem an Gefühle.

00:00:51: Wir lieben unsere Familie, unsere Freunde oder vielleicht ein Hobby.

00:00:55: Zur Zeit Jesu war das anders!

00:00:57: Das griechische Wort agap bedeutet vor allem soziale Bindung eingehen oder erhalten.

00:01:05: Liebe war also nicht nur ein Gefühl, sondern eine Haltung im Umgang mit Menschen und dem menschlichen Miteinander.

00:01:13: Der Gegenbegriff dazu war Hassen – das hieß nicht jemandem zu verachten.

00:01:18: es bedeutete eine soziale Bindung abbrechen oder zerstören.

00:01:24: Was bedeutet Nächstenliebe?

00:01:27: Schon im alten Testament heißt es

00:01:30: Du sollst deinen nächsten lieben wie dich selbst.

00:01:34: Hier geht es vor allem um die eigenen Landsleute.

00:01:37: Die Botschaft ist klar, räche dich nicht und sei nicht nachtragend.

00:01:43: Das ist schon eine echte Herausforderung!

00:01:46: Denn wie schwer fällt es uns jemanden zu verzeihen der uns Unrecht getan hat?

00:01:52: Was meinen

00:01:53: Fremdenliebe?!

00:01:55: Ein paar Sätze später geht es um die Fremde also Menschen die nicht aus dem eigenen Volk stammen.

00:02:00: Es heißt... Warum?

00:02:10: Weil die Israeliten selbst einmal Fremde in Ägypten waren.

00:02:14: Fremden sind oft hilflos, sie können nichts zurückgeben.

00:02:19: Trotzdem sollen sie in die Gemeinschaft aufgenommen werden.

00:02:24: Damals gab es eine klare Regel – geben und nehmen.

00:02:28: Wer mir etwas gibt bekommt etwas zurück.

00:02:32: Das hielt die Balance der Gesellschaft.

00:02:34: Aber was passiert wenn jemand nicht zurückgeben kann Oder wenn jemand mich hasst?

00:02:40: Hier kommt Jesus ins Spiel.

00:02:41: Er sagt, steig aus diesem System aus.

00:02:44: Mach den ersten Schritt!

00:02:46: Tu Gutes auch wenn du nichts zurückbekommst Auch wenn dir jemand feindlich gesünd ist.

00:02:52: Jesus will damit das alte System durchbrechen.

00:02:56: Es geht um etwas größeres Ein Leben in Achtung und Liebe.

00:03:01: Und was hat es mit der Feindesliebe auf sich?

00:03:05: Für Jesus bedeutet Feindeszliebe gibt den Hass auf.

00:03:09: Verzichte auf Rache.

00:03:11: to denen Gutes die dich verletzen.

00:03:14: Das klingt radikal, oder?

00:03:17: Er sagt wer dich bittet gib ihm und fordere nicht zurück.

00:03:21: Oder wenn jemand dich auf die rechte Wange schlägt halte ihm die andere hin.

00:03:27: das wirkt vielleicht auf den ersten Blick verrückt aber Jesus wollte damit etwas bewirken.

00:03:33: er durch richtige Waldspirale im Denken und dann auch im Handeln.

00:03:38: stell dir vor jemand schläg dich und du bleibst ruhig.

00:03:41: das überrascht.

00:03:42: es nimmt dem Angreifer die Macht.

00:03:44: Du wirst nicht einfach zum Opfer, sondern behältst die Kontrolle.

00:03:49: Oft heißt es Jesus hätte die Gebote neu erfunden – aber das stimmt nicht!

00:03:54: Alles was Jesus leerte stand auch schon in der Torah den jüdischen Weisungen.

00:03:58: Er erweitert und verfeinert diese Gedanken aber.

00:04:01: Das Doppelgebot der Liebe fasst für Jesus alles zusammen.

00:04:12: Deinen Gott lieben mit ganzem Herzen, Mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft.

00:04:17: Kein Gebot ist größer als diese beiden!

00:04:21: Das sagt Jesus auch im Markus-Evangelium.

00:04:24: Wer das lebt, der führt ein gutes und erfülltes Leben vor Gott und mit anderen Menschen.

00:04:31: Ein Beispiel für diese Liebe zeigt Jesus im Gleichnis von Barmherzigen Samarita.

00:04:36: Ein Mann wird überfallen und liegt schwer verletzt am Weg.

00:04:40: Ein Priester und ein Levit Also als religiös angesehene Menschen gehen einfach vorbei.

00:04:46: Aber ein Samariter, der es fremder und feind galt bleibt stehen!

00:04:51: Er versorgt die Wunden des Mannes, bringt ihn in eine Herrberge und bezahlt für seine Pflege.

00:04:57: Jesus fragt, wer war der Nächste für den Verletzten?

00:05:02: Die Antwort – der, der beim Herzig war.

00:05:06: Jesus sagt,

00:05:07: dann geh und handle du genauso.

00:05:11: Das zeigt Nächsten.

00:05:12: Liebe bedeutet Handeln.

00:05:14: Es reicht nicht, Mitleid zu haben – man muss etwas tun!

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