Wie sahen die Lebensbedingungen der Menschen in Galiläa aus?

Transkript anzeigen

00:00:01: Wie sahen die Lebensbedingungen der Menschen in Galilea aus?

00:00:08: Laut dem jüdischen Geschichtsschreiber Flavius Josephus war Galilea sehr fruchtbar.

00:00:13: Besonders die Gegend um den See Geneserett hatte gute Böden und ein angenehmes Klima.

00:00:18: Es gab dort viele Arten von Landwirtschaft, wie den Anbau von Gerste Weizen, Weintrauben und Oliven.

00:00:25: Viehhaltung war ebenfalls weit verbreitet.

00:00:28: Feigen wuchsen nur in Untergalilea.

00:00:31: Am See gab es auch Nussbäume und Palmen.

00:00:34: Die Menschen lebten meistens in kleinen Dörfern.

00:00:38: Nazareth hatte etwa vierhundert Einwohner, Kafanaum ungefähr ein Tausend.

00:00:43: In Städten wie Sephiris, Magdala oder Tiberias wohnten zwischen achttausend und zwölf tausend Menschen.

00:00:50: Insgesamt lebten in Galilea etwa einhundertfünfzigtausende bis zweihunderttausenden Menschen.

00:00:56: In den letzten Jahrzehnten haben Ausgrabungen viel über das Leben in Galileia verraten.

00:01:02: Früher dachte man, es gab zur Zeit Jesu keine Synagogen.

00:01:06: Aber man hat Reste von Synagogen in Magdala und Telrikesh gefunden.

00:01:12: Das zeigt dass es in vielen Orten Synagogan gab die auch für andere öffentliche Zwecke genutzt wurden.

00:01:18: Obwohl Galilea von Judea getrennt war waren die Leute dort sehr gläubig.

00:01:23: sie achteten besonders auf die Reinheitsbestimmungen ihrer Religion.

00:01:27: Jesus wuchs also in einer stark jüdisch geprägten Gegend auf.

00:01:32: In Galilea gab es verschiedene Wohnhäuser.

00:01:35: Reiche Menschen lebten in Willen oder großen Häusern mit Innenhöfen.

00:01:39: Solche Häuser wurden zum Beispiel im Magdala gefunden.

00:01:43: Die einfachen Leute lebten den Häuser mit zwei- oder mehrräumen, oder in Wohnquartieren.

00:01:48: Ein bekanntes Beispiel ist das Haus des Petrus in Kafanaum.

00:01:53: Die Fischer die Jesus folgten waren weder reich noch die ärmsten Leute – sie verdient genug um zu leben aber mussten oft hart arbeiten!

00:02:02: Viele Bauern konnten ihre Familien kaum ernähren.

00:02:05: Sie mussten ihr Land von Großgrundbesitzern pachten.

00:02:08: Krankheiten, Missernten oder der Tod des Familienoberhauptes konnten schnell zu Problemen führen.

00:02:15: Die Abgaben an Steuern waren hoch – wohl häufig mehr als die Hälfte des eigenen Einkommens.

00:02:21: Der Landesherr Herodes Antipas führte große Bauprojekte durch.

00:02:26: Er baute die Städte Sephoris und Tiberias neu auf.

00:02:31: Das brachte wirtschaftlichen Aufschwung und Arbeitsplätze, aber auch soziale Veränderungen.

00:02:37: Das Gefälle zwischen Reichen und Armen wurde größer.

00:02:40: Galilea war eng mit anderen Regionen verbunden – ein gut ausgebautes Straßennetz erleichterte den Handel.

00:02:47: Münz-und Keramik funde zeigen dass Galilea viele Verbindungen zu anderen Städten hatte.

00:02:53: Jesus und seine Jünger reisten viel um zu predigen.

00:02:56: Sie kannten Marktplätze Straßenbanken Kaufleute Gerichte und Gefängnisse.

00:03:02: Jesus reiste auch in nicht-Jüdische Regionen, weil dort ebenfalls jüdische Menschen lebten.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.